Biopestizide

Der Begriff „Biopestizide“ steht für „biologische Pflanzenschutzmittel.“ Ihre globale Registrierung ist vielfältig und komplex. Sie finden vor allem als Insektizide, Fungizide, Herbizide, Nematizide oder als Wachstumsregulatoren für Pflanzen und Tiere Verwendung. Außerdem können sie als Biostimulantien und biologische Düngemittel eingesetzt werden. knoell kann alle Fragen zur Registrierung Ihrer Produkte beantworten.

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Biopestizide können nach ihrer Herkunft klassifiziert werden: „Microbials“ basieren auf Produkten von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Viren oder Viroiden. „Makrobials“ stammen von Makroorganismen, „Botanicals“ sind Pflanzenextrakte. „Biochemicals“ bestehen aus Pheromonen und anderen „Semiochemicals“, wie Hormonen, Mineralien oder Enzymen.

Warum Biopestizide?

Die Europäische Union hat mit der Einführung der „Sustainable Use Directive“ (Directive 2009/128/EC) klare Regeln für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden und für den Schutz von Mensch und Umwelt eingeführt. In diesem Zusammenhang legen die europäischen Mitgliedsstaaten ihre nationalen Ziele und Zeitpläne in einem sogenannten „National Action Plan“ (NAP) fest.  Die hier beschriebenen Anwendungen von „non-chemical-methods“ und „integrated pest management“ (IPM) werden von der Europäischen Kommission alle fünf Jahre überprüft. Auch Asien, die USA und andere Regionen weltweit haben sich zum Ziel gesetzt, die verstärkte Nutzung von Biopestiziden zu fördern.

Regulierung von Biopestiziden

Biopestizide sind auch unter den Namen „biologicals“, „biological pesticides“, „natural pesticides“, „biological control agents oder „biochemical pesticides“ bekannt. Obwohl sie global Verwendung finden, unterscheiden sich die Regularien und die für die Registrierung zuständigen Behörden auf regionalem oder nationalem Level - und das weltweit! In Europa werden Biopestizide bei der Registrierung als Agrochemikalien (Regulation EC 1107/2009) oder als Biozide (Regulation EU 528/2012) behandelt. In den USA ist die verantwortliche Behörde die Environmental Protection Agency (EPA). Mitgliedsstaaten der (NAFTA) und Kanadas werden gesondert behandelt. Der Südamerikanische Kontinent wird durch die „Andean Community“ und die „Mercosur“ regulatorisch in zwei Teile geteilt. In Thailand fallen „botanicals“, je nach verwendetem Lösungsmittel, in Kategorie 1 oder 2 der relevanten Regulierung. Andere asiatische Länder inkludieren Biopestizide in eine spezielle Kategorie der Pflanzenschutzmittel, die „biochemical pesticides.“

Die aufgeführten Beispiele sollen einen Eindruck vermitteln, wie vielfältig und komplex die globale Registrierung von Biopestiziden ist.

Probleme bei der Registrierung?

Lässt sich Ihr Biopestizid aufgrund unterschiedlicher staatlicher Regularien in eine definierte Kategorie für die Registrierung einordnen? Ist Ihr Wirkstoff für den Registrierungsprozess genau definiert? Welche Regulierungen betreffen Ihr Produkt oder Ihre Substanz? Ist Ihr Biopestizid eine „low risk substance?“ Brauchen Sie ein Risk Assessment für Ihr Produkt? Kostet die Registrierung eines Biopestizides genau soviel wie die einer konventionellen Chemikalie? Welche minimalen Anforderungen bezüglich der benötigten Daten gibt es? Müssen Sie Ihr Produkt überhaupt registrieren? Gibt es in dem Land, in dem Sie registrieren möchten, ein spezielles, schnelleres Verfahren?

knoell ist Mitglied im „Biostimulant Industry Council“ (EBIC) und kann deshalb alle Fragen zur Registrierung Ihrer Produkte beantworten.

Unsere Services im Bereich Biopestizide

  • Registrierungs- und Projektmanagement, weltweite Zulassung
  • Strategische Beratung
  • Unterstützung bei Behördenkontakten, Analyse der regulatorischen Datenanforderungen,  Pre-submission Meetings
  • Definition der Aktiven Sub­stanz für die Ri­si­ko­be­wer­tung: u.a. Ana­ly­se von Ver­un­rei­ni­gung­en, Se­kun­där­me­ta­bo­li­te bei Mi­kro­ben
  • Bewertung der "technical equivalence"
  • Wirksamkeitsbewertung im Vergleich zu konventionellen Pflanzenschutzmitteln
  • Bewertung und Kostenanalyse des erforderlichen Da­ten­pak­tes (phys.-chem. Ei­gen­schaf­ten, To­xi­ko­lo­gie, Öko­toxi­kolo­gie, Um­welt­ver­hal­ten)
  • Vorläufige Risikobewertung für die Verwendung als Biopestizid
  • Management und Monitoring der relevanten Studien, Kontakte mit Laboren
  • Expertenberichte und Literaturrecherche
  • Vorbereitung und Erstellung von Registrierungsdossiers
  • Risikobewertung der Umwelt-, Konsumenten- und Anwendersicherheit
  • Dossiereinreichung und Follow-up mit den Behörden
  • Technische Dossiererstellung, Erstellung von Antragsunterlagen für Behörden
Torsten Hauck Managing Director Crop Protection
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