Expositionsszenarien

Eines der Hauptelemente der REACh-Verordnung ist die Verantwortung von Herstellern, Importeuren und auch nachgeschalteten Anwendern Informationen zur sicheren Verwendung einer Substanz bereitzustellen (Stoffsicherheitsbeurteilung). Bei der Stoffsicherheitsbeurteilung ist jede identifizierte Verwendung einer Substanz mithilfe von Expositionsszenarien zu beschreiben, welche die stoffspezifischen Verwendungsbedingungen (OC = operational conditions) und nötigen Risikominimierungsmaßnahmen (RMM) für eine sichere Verwendung angeben.

Expositionsszenarien und Risikoabschätzung

Anhand dieser Informationen wird eine quantitative und/oder qualitative Risikoabschätzung für alle Phasen des Lebenszyklus eines Stoffes durchgeführt. Hierbei wird bestimmt, wie hoch die zu erwartenden Konzentrationen/Dosen des Stoffes in der Umwelt, am Arbeitsplatz oder beim Verbraucher sind (Expositionsabschätzung).

Neben der Nutzung empfohlener Risikominimierungsmaßnahmen kann auf spezifische Umweltfreisetzungskategorien (spERCs) und/oder generische Expositionsszenarien (GES) zurückgegriffen werden.
Die REACh-Verordnung schreibt eine Informationspflicht in der Lieferkette auch für die Ergebnisse der Stoffsicherheitsbeurteilung einer Substanz vor (Titel IV, Artikel 31, REACh-VO).

Alle relevanten Informationen der Expositionsszenarien müssen vom Hersteller/Importeur an den nachgeschalteten Anwender in Form eines erweiterten Sicherheitsdatenblattes (eSDB) kommuniziert werden. Der nachgeschaltete Anwender muss anhand dieser bereitgestellten Informationen abschätzen können, ob er innerhalb der in den Expositionsszenarien festgelegten Grenzen arbeitet. Für einen reibungslosen Informationsfluss in der Lieferkette ist es deshalb äußerst wichtig, die Expositionsszenarien formal klar strukturiert und inhaltlich konsistent zu halten.

Die Dr. Knoell Consult GmbH verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Umwelt- und humantoxikologischen Risikobeurteilung sowie in der Anfertigung von wissenschaftlichen  Dossiers. Unsere Experten besitzen umfassende Expertise in der Erstellung, dem Umgang mit und der Kommunikation von Expositionsszenarien. Für die Berechnungen bei einer quantitativen Expositionsabschätzung einzelner Expositionsszenarien und die anschließende Risikocharakterisierung setzen wir die neuesten Versionen der gängigsten IT-Tools (CHESAR, EUSES, ECETOC TRA, easyTRA, ConsExpo, RISKOFDERM, ART, Stoffenmanager) ein.

Unser Team kann somit erfolgreich ein Verständnis dafür vermitteln, wie das System der Verwendungsdeskriptoren (SU, ERC, PROC, PC, AC) im Sinne von REACh angemessen angewendet und Verwendungsbedingungen und Risikominimierungsmaßnahmen korrekt definiert werden können, um so eine rechtskonforme und effiziente Kommunikation entlang der Lieferkette zu gewährleisten.

Dr. Michael Cleuvers Director
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